Naturschutz Illnau-Effretikon
Amphibien

Nun hüpfen sie wieder:

Der Winter war lang und die Schneedecke hielt sich noch länger, was den Kröten nicht behagt. Seit kurzer Zeit sind die Amphibien unterwegs. Wenn ihr Weg eine Strasse kreuzt und nur alle zwei Minuten ein Auto fährt, muß mit Verlusten von mehr als der Hälfte gerechnet werden. Amphibiensperren sind daher nötig.
Amphibiensperre
Sperre zwischen Bisikon und dem Oermis. Erst die erste Hälfte zu.

Sie halten Ausschau, sind aber bei tiefen Temperaturen nicht agil.
Erdkröte
 

Und spazieren davon
Erdkröte

Die Frösche waren auch unterwegs


Grasfrosch auf Wanderung.

Fotographieren war mit kleinen Hindernissen verbunden. Bei den ersten zwei Begehungen war es noch zu kalt, zu früh und zu hell (20:20 MEZ am Örmis;). Die Amphibienbilder stammen vom Holzibergweiher vom 27. März gegen Mitternacht (MESZ). In der linken Hand die Hundeflexleine, in der rechten Hand die Kamera (die leider nur mit Hilfe der Taschenlampe fokkusieren kann), also auch noch Taschenlampe links und die wandernden Tiere möglichst wenig stören. Sie mögen die Beleuchtung der Strassenlampen nicht und queren in der Mitte zwischen zwei Lampen, wo es wirklich dunkel ist. Sie mögen auch Taschenlampen nicht und versuchen so rasch wie möglich zu verschwinden.
Der Hund war begeistert, die Kröten etwas weniger.

Einige Tage später
Grasfroschlaich

Grasfrosch-Laichballen im Holzibergweiher. Laichschnüre der Kröten sind keine zu sehen.

Der Winter war hart und die Teiche zugefroren. Im Wasser überwinternde Grasfrösche und auch Wasserfrösche erlitten erhebliche Verluste. Informationen, wie das Sterben eingedämmt werden kann, gibt es bei KARCH (siehe Links).  Allerdings gibt es dafür wesentlich mehr als nur einen Grund. Die toten Fröschen im Holzibergweiher dürften im zu flachen Wasser eingefroren und erstickt sein.

Von einem Vereinsmitglied:
Beim Oermis waren die ersten beiden Nächte der Wanderung hauptsächlich Grasfrösche, dann zwei Nächte Erdkröten und dann zwei Nächte Bergmolche beobachtet. Die lange Kälteperiode und der plötzliche Wärmeeinbruch haben vermutlich die Wanderung stark synchronisiert.

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