Naturschutz Illnau-Effretikon 
Bilder

weibliche Stechpalme

 
Die Stechpalmen sind ein Schmuck unserer Wälder. Sie bilden als buschiger Unterwuchs zusammen mit den Buchen eine Pflanzengemeinschaft. Bei den Stechpalmen gibt es Weibchen und Männchen, wobei die Weibchen wegen ihrer roten Beeren geschätzt werden. Es dauert Jahre, bis die Pflanzen Beeren tragen und sicher ist, welches Geschlecht die Pflanze hat. 
Zitat aus der Zürcher Volksbotanik: Ilex aquifolium, Echte Stechpalme: „Palmetörn” im Bezirk Horgen und Gossau. „Edelpalme” werden in den Bezirken Pfäffikon und Hinwil die hochgewachsenen Exemplare genannt, deren Blätter zum grossen Teil keine Stacheln besitzen. 
Diese mit Früchten behangenen Zweige stehen im Kanton Zürich unter Schutz. Das Abschneiden von mehr als fünf Pflanzen-Zweigen ist untersagt (§4 VO Pflanzenschutz).

 

 
 
Alcedo atthis,  Bild: Bü
Eisvogel: Vogel des Jahres 2006

Der exotisch anmutende Vogel mit seinem schillernd blau-orangen Kleid überrascht Spaziergängerinnen und Spaziergänger zuweilen im Örmis oder im Wildert. Wenn die Weiher zugefroren sind, taucht er auch am Grendelbach auf. Da sitzt er auf einem über das Wasser hängenden Ast und späht nach kleinen Fischen. Mit raschem Stosstauchen holt er sich die begehrte Nahrung.
Attraktiv sind die Gewässer unserer Gemeinde für diesen Vogel vom Herbst bis zum Frühling. Einen Brutplatz hingegen muss er sich anderswo suchen. Denn dazu braucht er eine am Wasser liegende Steilwand, in die er seine Bruthöhlen gräbt.
In der Regel zieht ein Paar in einer Brut 6-7 Jungvögel auf und brütet zwei bis drei Mal pro Jahr. Mit diesem Grosseinsatz kann der Eisvogel die Verluste ausgleichen, die Hochwasser und kalte Winter mit zugefrorenen Gewässern fordern. Denn Eis verträgt der Vogel – anders als der Name suggeriert – schlecht.
Da es an den begradigten und verbauten Flüssen kaum noch geeignete Brutwände hat, ist der schöne Vogel selten geworden. Es ist deshalb dringlich, den Flüssen wieder mehr Raum zu geben, damit sie mit ihrer Dynamik neue Steilwände schaffen können. Auch der Mensch kann nachhelfen, indem er neue Brutwände schafft. 
Eine gute Bauanleitung dafür gibt's vom bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft.
Um 1920 wurden diese Juwelen als "Fischräuber" bekämpft; mit dem Zusatz: Schiessen sei zwecklos, sie seien viel zu flink.

Alcedo atthis, Bild: Max Reutlinger
Eisvogel nach dem Tauchen
Foto: Max Reutlinger
3.Juli 2005 15:07 
Nikon D100, 1/80 sec. F/6.3, 200mm
Ort: Thurgau, Schweiz, in der Nähe seiner Niströhre. 
  Geranium pyrenaicum, Bild:Peter Peisl
Unscheinbare, aber raffiniert gebaute Früchte 
Auch im Spätsommer und Herbst gibt es in der einheimischen Natur Sehenswertes, z.B. die Früchte der Storchenschnabelblüten, die ihre reifen Samen wegschleudern und so neue Standorte für ihre Jungpflanzen erreichen. 
Im Bild oben links sieht man eine Blüte mit noch nicht ganz reifem, fünfteiligen Fruchtknoten. Darin befinden sich die Samen. Wenn sie reif sind, trocknen ihre Griffel bei schönem Wetter aus und geraten dadurch unter Spannung. Schliesslich rollen sie sich mit hörbarem Geräusch schnell zurück, wobei die Samen meterweit von der Pflanze weggeschleudert werden (Bild rechts).
  Schwalbenwurz-Enzian
Diese Blumen blühen bei Effretikon im August:
Schwalbenwurz-Enzian, Gentiana asclepiadea
 
  Ein aktuelles Blumenorakel, das raukenblättrige Kreuzkraut (Senecio erucifolius)
Senecio erucifolius, Bild:Peter Peisl
Das raukenblättrige Kreuzkraut ist ein hochwüchsiger Körbchenblütler, der in den letzten Jahrzehnten immer häufiger geworden ist. Man findet es überall an Wegrändern und als Unkraut in Gärten. Es blüht im September. 
Zählt man die Zungenblüten eines Köpfchens in der Weise des alten Blumenorakels: "sie (er) liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich, u.s.f." so erlebt man bei dieser Pflanze meist den günstigen Ausgang: "liebt mich". Das kommt daher, dass die Blumen fast stets 13 Zungenblüten haben, also eine ungerade Zahl. 
13 ist eine Zahl aus der Fibonacci-Folge: 1 1 2 3 5 8 13 21 34 . . , in der jede Zahl die Summe der beiden vorangehenden ist. Bei Blüten treten Fibonaccizahlen bevorzugt auf: Viele sind 5-zählig, andere 8-, weitere 13-zählig. Warum ist das so? Wie schaffen es z.B. die Kreuzkräuter recht zuverlässig, 13-züngige Köpfchen zu bilden? Können sie zählen?
Peter Peisl
  Waldkauz
Waldkauz
Am 30.4.2005 lehnt sich der Waldkauz Nestling vom Holziberg noch zum "Fenster" hinaus
und besichtigt neugierig die grosse Welt.  Am 1. Mai avancierte er zu Ästling. 
Die Parasiten suchten an der Aussenseite des Eulenkastens nach ihrer Futterquelle; das Opfer war ausgeflogen.
  Einbruch!
Einbruch
Ein Specht hat offenbar geplündert. Eine nettere Erklärung wäre, dass dem Specht der Einstieg zu klein war und er den Kasten für seine eigene Brut brauchte.
Um dies zu verhindern, müsste der ganze Kasten mit Blech gepanzert werden. Eine brauchbare Alternative ist Holzbeton, der auch Änderungsversuchen von Spechten standhält.

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