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Alte, abgeschlossene Projekte:
Graskarpfen im Örmis
Der Graskarpfen trägt den schönen
Namen weisser Amur und auch den griechischen Zungenbrecher Ctenopharyngodon
idella (wörtlich: Rachenkammzahn). Dank der guten Düngung der Schweizer Felder waren auch die
Schweizer Kleinseen verkrautet. In den Siebzigerjahren wurde die Anwendung
von Herbiziden in Gewässern verboten und man suchte nach einer Möglichkeit
das unerwünschte Wachstum von Wasserpflanzen (hauptsächlich submerser
Makrophyten) in Grenzen zu halten. So kam man auf den chinesischen „Salatfisch“.
Am meisten stört der Hahnenfuss, weil seine Triebe so stark sind, dass
die Angelschnüre reissen. Erprobt wurden die Fische im Örmis
und im See von Laax im Bündner Oberland. Es kamen Bedenken, dass diese
Fische entweichen. Nur werden sie erst bei längerer Zeit über
22°C geschlechtsreif und können sich also bei uns nur mit etwas
Mühe fortpflanzen. Mit Unterstützung des damaligen Stadtpräsidenten
Rodolfo Keller wurde ein Teil des Oermis mit Netzgehegen abgesperrt und
die Fische eingesetzt. Und sie begannen zu weiden. Leider entsprach die
Reihenfolge des Verschwindens der Pflanzen gar nicht den Hoffnungen: erst
verschwanden die See- und Teichrosen, dann die Tausendblätter, dann
die Laichkräuter und der Hahnenfuss blieb verschont. Nach diesem Teilerfolg,
wurde ausgefischt und die Netze entfernt. Beim Laaxer See geschah dasselbe
– vor wenigen Jahren wurde dort ein „Riesenfisch“ gefangen, ein weisser
Amur, der beim Ausfischen entwichen war. Er war immer noch nicht „erwachsen“
(geschlechtsreif). Graskarpfen werden seit längerer Zeit nicht mehr
„frei“ gelassen, die Gefahr der Faunenverfälschung ist zu gross.
Er steht inzwischen in der Liste 3 des Anhangs, ist also unerwünscht.
–
Die Fischereifachleute waren sich während mehr als 60 Jahren sicher,
dass sich Regenbogenforellen in Europa nicht fortpflanzen können.-
Begründung: es sei der falsche Kontinent oder so. Inzwischen
wissen wir, dass sie es nicht „vergessen“ haben. Die Krux ist, dass sie
die gleichen Laichplätze wie die Seeforelle aufsuchen. Da sie es 2
Wochen nach den Seeforellen machen und an denselben Orten buddeln, zerstören
sie deren Brut.
Von der Rotwangenschmuckschildkröte wird behauptet, dass sie sich in Europa
in der Freiheit nicht fortpflanze. Auch wenn dies wahr wäre, ist das Aussetzen verboten.